Wieder ein ausgesetzter Hund. Wieder ein Beispiel für Verantwortungslosigkeit und Gleichgültigkeit. Vor wenigen Tagen erhielten wir aus Șișterea eine Meldung über eine deutsche Schäferhündin mit Halsband, die ziellos umherirrte. Um sie herum drei Welpen, und ein vierter, deutlich kleinerer, der sich vermutlich nur angeschlossen hatte und gar nicht zu ihr gehört.

Was haben wir getan? Wir sind hingefahren. Wir konnten sie einfangen und überprüften den Mikrochip. Überraschung: sie hatte einen! Aber natürlich war er nicht registriert. Warum auch, oder? Wir informierten die Tierschutzpolizei und die Veterinärbehörde. Wir hoffen, dass der „verantwortliche“ Besitzer gefunden und endlich zur Rechenschaft gezogen wird.
Inzwischen wurde die Mutterhündin sterilisiert, entwurmt und geimpft. Die Welpen ebenfalls – entwurmt, geimpft und bereit für eine neue Chance auf ein Leben. Kleine, aber entscheidende Schritte, ohne die diese Tiere keine Zukunft gehabt hätten.
Doch das Gesamtbild ist noch viel trauriger.
Was wir Tag für Tag sehen, ist völlige Gleichgültigkeit. Nichts ändert sich.
Egal, wie viel wir arbeiten, retten oder kastrieren – die Menschen wollen einfach nicht lernen.
Seit über zehn Jahren sind Kastration und Mikrochip-Pflicht gesetzlich vorgeschrieben.
Wie kann es also sein, dass fast alle Hunde, die in unser Tierheim kommen, unkastriert sind, meist ohne Chip, oder – wenn sie einen haben – dieser nicht registriert ist?
Das ist keine Ausnahme – das ist die Regel. Und es ist beschämend.
Die Behörden tun ihre Arbeit nicht: sie kontrollieren die Gesetze nicht, fördern Kastration und Chippen kaum und verhindern so nicht das Aussetzen von Tieren. Stattdessen wird weiter öffentliches Geld für das Töten ausgegeben. Warum?
Es gäbe noch vieles zu sagen – vielleicht ein andermal.











